Felix Billeter

LECTURE ON MONDAY | VORTRAG AM MONTAG, 10/06/2013

Dr. Felix Billeter, Munich | München, talks about |spricht über:
Die Galerie Günther Franke München. Neue Forschungen

billeterAbstract: Günther Franke (1900-1976) zählt zu den Kunsthändlern und Sammlern in München, die in der Nachkriegszeit von nationaler Bedeutung gewesen sind. Sein Schwerpunkt lag auf der modernen bzw. zeitgenössischen deutschen Kunst (Malerei, Graphik, Plastik). Er vertrat Künstler wie Max Beckmann und Ernst Wilhelm Nay und hat ihnen die heute noch geltende Beachtung verschafft.

Begonnen hatte der Berliner Franke 1918 im „Graphischen Kabinett“ bei Israel Ber Neumanns am Kurfürstendamm, dessen Filiale in München er ab 1923 übernahm. Von 1937 bis 1976 existierte das „Graphische Kabinett Günther Franke“, nach 1945 die „Galerie Günther Franke“. Franke handelte während der NS-Zeit vordergründig mit Romantikern, unter der Hand aber mit „entarteten“ Künstlern. Die Briefpublikation von 1970 zeigt ihn als lebensnotwendigen Gesprächspartner für diese Künstler. In den Jahren 1946 bis 1965 machte die Galerie Franke in der Villa Stuck in München die ehemals verfemte Kunst dem deutschen Publikum wieder zugänglich, und deutsche Museen erwarben bei Franke wichtige Werke moderner Kunst.

Seine beachtliche Privatsammlung wurde 1960 im Lenbachhaus München präsentiert. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verdanken Frankes Stiftung von 1974 einen der größten Bestände an Werken Beckmanns. Etliche andere wichtige Werke der Moderne kamen über seine Galerie in die Sammlung moderne Kunst und auch in die Städtische Galerie München.

Felix Billeter wird im Forum Kunst und Markt das seit 2011 von der Ernst von Siemens Kunststiftung geförderte Forschungsprojekt zur Galerie Günther Franke vorstellen, an dem die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Städtische Galerie im Lenbachhaus beteiligt sind.

Monday | Montag, 10/06/2013,  starting time at | Beginn um 18:15h, room | Raum A 111, Architekturgebäude der TU, Straße des 17. Juni 150/152, 10623 Berlin

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